VN.jpg 17.08.2010 Unser Rohrspitz

Seit die Firma Salzmann eine "Informationskampagne" betreibt, erscheinen in den Medien Leserbriefe mit fast identem Inhalt, die dringend der Richtigstellung bedürfen:
1. Die Plattform unser-rohrspitz.org war nie gegen einen sinnvollen Neubau oder Verbesserungen am Bestand! Wir wenden uns aber entschieden gegen die geplante massive Erweiterung in einem Gebiet, in dem seit 1957 ein absolutes Bauverbot besteht, an das sich alle anderen Grundstücks- und Hüttenbesitzer halten müssen.
2. Die Projektgegner werden pauschal als neidische „Kleindenker und Unwissende“ bezeichnet, „die sich unter dem Deckmäntelchen Grün und Naturschutz verbergen“.
Vielmehr handelt es sich dabei um alle relevanten Naturschutzorganisationen,...
Ringelnatter, Anja Weigert ... den Naturschutzrat des Landes als beratendes Gremium der Landesregierung, um Landesrat Schwärzler, die Gemeindevertretung von Höchst, sowie die über 5000 Mitglieder der Plattform.
Bisher hat das Land Vorarlberg Vorbildliches zum Schutz dieses Gebietes geleistet und damit viel Anerkennung europaweit geerntet. Dies steht jetzt auf dem Spiel – ebenso wie die Stellung des Naturschutzrates und die Glaubwürdigkeit des Naturschutzes insgesamt.
Die Landesregierung würde allen viel Zeit, Geld und Nerven sparen, wenn sie diese Sache den Gesetzen entsprechend möglichst schnell zum einzig möglichen Ende bringen würde. Die Firma Salzmann könnte dann mit der Neuplanung einer akzeptableren Lösung beginnen.

VN Leserbrief von Mag. Ferdinand Lerbscher

 



VN.jpg 14.08.2010 Salzmannhafen, "Verhinderermentalität"

Wer in einem Naturschutzgebiet ausbauen will, muss sich vor Recht und Öffentlichkeit rechtfertigen. Die Verfahren in der Causa Rohrspitz laufen. Doch die Rechtfertigung vor der Öffentlichkeit bleibt man schuldig.
Stattdessen tut man so, als wäre jede vorgebrachte Kritik Ausdruck einer sog. "Verhinderermentalität". Man tut als wäre Unternehmertum prinzipiell gut und sinnvoll, und Kritik daran generell kritikwürdig, und veranschaulicht dabei eins: Vorsintflutliche Ellbogenmentalität.
Man beruft sich auf den Status quo und beweist damit, dass es an Verantwortungsbewusstsein ebenso fehlt wie an einem eigenen Standpunkt.
Aber besonders bedenklich ist, dass all dies unter dem Deckmantel der "Liebe zur Natur" geschieht:
Ein Ehepaar aus Gargellen will sein "Naherholungsgebiet" mittels PKW und Tiefgarage auf den Bodensee ausdehnen,
ein Kitesurf-Verein, der sich vor Jahren am Rohrspitz installierte, bedankt sich nun interessanterweise bei Herrn Salzmann für seine BH-Bewilligung.
Der Präsident des Golfclubs Montfort Rankweil bewirbt seinen Golfplatz als Hort der Biodiversität und des Naturschutzes.
Und Herr Salzmann selbst pflegt sein Naturschützer-Image, indem er Holz aus dem Schilf sammelt.
Hier mangelt es auf Betreiber- und Befürworterseite v.a. an Bewusstsein. Und das allein ist Grund genug, dieser Art von Unternehmertum jede gesellschaftliche Anerkennung zu verweigern.

VN Leserbrief von Sophia Venari

 



VN.jpg 14.08.2010 Verhinderer oder mündige Bürger?

Naturschutzrat Univ.-Prof. Grabherr weist in den VN darauf hin, dass im Februar 2010 laut einer Verhandlungsschrift zum geplanten Umbau des Salzmann-Hafens am Rohrspitz über eine Sanierung von Provisorien verhandelt wurde.
Ist also das geplante Hotel mit Tiefgarage und dreifachem Bauvolumen nur eine Sanierung von Provisorien? Da frage ich mich doch wirklich, was das für Provisorien sind, und wie es zu solchen Provisorien überhaupt kommen konnte.
Die Plattform "Unser Rohrspitz" stellt sich nicht grundsätzlich gegen einen Neubau und Verbesserungen der Freizeitanlage Salzmann am Rohrspitz. Es wird immer wieder über positive Beispiele erfolgreicher Unternehmen berichtet, bei denen hauptsächlich Kreativität ausschlaggebend für den Erfolg ist und nicht die Größe. Gerade in Zeiten wie diesen ist kreative, umsichtige und vorausschauende Planung für eine lebenswerte Zukunft unumgänglich, so wird es in der Öffentlichkeit zumindest immer wieder dargestellt. Die vielen Gegner des überdimensionalen Bauvorhabens am Rohrspitz werden von Befürwortern oft als Panikmacher und generelle Verhinderer bezeichnet.
Sind Menschen, die in einem Rechtsstaat verlangen, dass Gesetze (z.B. Baugesetz, Naturschutzgesetz und damit verbundene Verfahren) eingehalten werden und sich dafür auch einsetzen, nicht eher mündige Bürger?
Oder genügt es, wenn man als pflichtbewusster Bürger nur wählen geht?

VN Leserbrief von Silke Gerer

 



VN.jpg 10.08.2010 Naturerlebnis Golfplatz

Zum Leserbrief "Rohrspitz: Natur und Mensch" vom 9. August: Die Naturerlebnisse, die Herr Dr. Fischer auf dem Rankweiler Golfplatz genießen kann, seien ihm gegönnt. Dass er einen Golfplatz aber als Vergleich mit dem Naturschutzgebiet am Rohrspitz heranzieht, sagt einiges über sein Naturverständnis aus. Die mehr als fünftausend Menschen, die sich bisher gegen den weiteren Ausbau deklarierten, haben mit Sicherheit andere Idealvorstellungen von der Begegnung mit Natur als Herr Fischer und brauchen dafür keinen Rummelplatz in einem Gebiet, in dem Normalsterbliche keinen Schritt neben den Weg setzen dürfen ohne geahndet zu werden.


Wenn Herr Salzmann meint, er sollte als Saubermann gefeiert werden, weil er besipielsweise den Müll aus seiner Kolonie wegräumen lässt, so ist das kein großer Dienst an der Umwelt, sondern seine Pflicht und Schuldigkeit.

VN Leserbrief von Mag. Franz Ströhle

 



VN.jpg 30.07.2010 Rohrspitz: Zukunftsweisender Naturschutz?

Bezüglich geplantem Ausbau des Salzmann-Areales im Naturschutzgebiet Rohrspitz wird der Vorarlberger Bevölkerung deutlich vor Augen geführt wie mit Naturschutzgebieten verfahren wird, wenn nur die geringsten wirtschaftlichen Interessen dahinterstehen. So wird von der zuständigen Gemeinde Fußach problematischen Erweiterungen des Salzmann-Areales – inmitten eines einzigartigen Naturschutzgebietes – zugestimmt, obwohl mehrere Institutionen auf die Sensibilität dieses Gebietes hingewiesen haben und bereits eine beträchtliche Anzahl von Protest-Unterschriften gegen dieses Projekt abgegeben wurden.
Selbst die die „Salamitaktik“, die Fa. Salzmann zur schrittweisen Erweiterung seiner Anlagen in den letzten Jahrzehnten angewendet hat scheint die Entscheidungsträger der betroffenen Gemeinde in keiner Weise zu stören.
Solange aber nur eine Handvoll Euros zu erwirtschaften sind, werden Baubestimmungen in solchen Naturschutz- und auch Naherholungsgebieten systematisch verwässert oder außer Kraft gesetzt.
Da liest man dann von einem „kontrollierten“ Ausbau. Wie „kontrolliert“ kann ein Ausbau in einem Naturschutzgebiet denn sein und wo sind die Grenzen zu ziehen? Wie weit ist dann noch der Weg zu einem 100-Betten Hotelkomplex mit angeschlossenem Golfplatz, Tennisplätzen, Kartbahn und Open-Air-Disko?
Bausünden, die in den 70er Jahren wider besseren Wissens begangen wurden können wir oft nicht mehr rückgängig machen, aber zumindest sollten wir daraus etwas gelernt haben. Die nächsten Generationen werden es uns danken.

VN Leserbrief von Klaus Hagmann

 



VN.jpg 22.07.2010 Unser Rohrspitz

In den VN vom DI 20.7.2010 beanstanden gleich zwei Leserbriefe in verdächtig ähnlichem Wortlaut die Angriffe des Naturschutzes gegen den wohlfeilen Badestrandbesucher. Ein Ehepaar aus Gargellen fordert sein Recht auf ein naturbelassenes Naherholungsgebiet mit Parkplatz, und von Herrn Rhomberg aus Batschuns wüßte ich gerne, ob er unter aktivem Naturschutz versteht, daß die Behörden der Salzmann Yachting GmbH. laufend Sondergenehmigungen erteilen, weil man schon froh ist, wenn er überhaupt fragt.
Ich bin gebürtige Fußacherin. Ich habe als Kind bei der Sandinsel gebadet, die Herr Salzmann inzwischen seiner Hafenerweiterung geopfert hat.
Die Gerüche und Farben des Rieds sind eng mit meiner Identität und meinem Naturverständnis verbunden und WEIL ich dieses Gebiet so liebe, und ich täglich mehr darüber lerne, was Naturschutz und "Respektiere deine Grenzen" (und die biblische Parabel der Vertreibung aus dem Paradies) bedeutet, trete ich immer überzeugter und auch unter Selbsteinschränkung für dessen Schutz ein.
Inzwischen kann man auch mit dem Hubschrauber zum Mount Everest fliegen.
Aber ich bin mir sicher, daß wir alle mehr Glück darin finden würden, in die Welt, die uns unmittelbar umgibt einzutauchen, statt uns eine uniformierteFreizeitgestaltung vom Kapitalismus diktieren zu lassen.

VN Leserbrief von Elke Wörndle

 



VN.jpg 19.07.2010 Marina, Marina, Marina

Obwohl diverse Protokolle, Gutachten und ein Hochwasserkonzept für die Tiefgaragen fehlen, die damit vorbereitete Öffnung des Hochwasserschutzdammes für einen privaten Bauwerber ein österreichweiter Präzedenzfall (und das Versicherungsrecht entsprechend problematisch) wäre, während die Ausdehnung des "FS Marina" auf den Hafenbereich unerklärt bleibt und der Begriff rechtlich unzureichend definiert und in Vorarlberg noch nie gebraucht wurde, obwohl die Gemeinde Fußach nunmehr die Abwicklung des Bauverkehrs über die Dammstraße durchs Naturschutzgebiet und den Ortskern hinnehmen müßte, und trotz der negativen Stellungnahme der Wasserwirtschaft im Rahmen der wiederholten Wasserrechtsverhandlung, stimmt die Fußacher Gemeindevertretung am 13. Juli 2010 erneut über die Umwidmung am Rohrspitz ab.
Naturschutzbelange bleiben immer noch völlig außen vor, und es wird zunehmend ersichtlich, daß die Fußacher Mandatare, deren Leitbild u.a. eine Bewußtseinsbildung in der Bevölkerung vorsieht, selbst massive Bewußtseinsbildung nötig hätten.

Denn offenbar fehlt nicht nur jede Wertschätzung für das eigene Naturschutzgebiet, sondern auch jeder Begriff von Demokratie.

Entsprechend unverändert bleibt das folgende Abstimmungsergebnis: Ohne jedes Angebot für eine Diskussion geben die gesamte FPÖ und 3 Mandatare der ÖVP ihre Stimme uninformiert, schweigend und obrigkeitshörig einem vorsintflutlichen Gewinnstreben aufkosten des Naturschutzes und der Gemeinde, die sie eigentlich zu vertreten hätten.

VN Leserbrief von Elke Wörndle

 



VN.jpg 12.06.2010 Privatinteressen vor Bürgerrecht

Unglaublich: Derselbe Fußacher Bürgermeister, der das Ausbleiben einer (lt. Raumplanungsgesetz verpflichtenden) Bekanntmachung der Umwidmung in einer regionalen Tageszeitung mit "Sparsamkeit" rechtfertigte, widmet nun zwei bunt bedruckte A4-Seiten seiner "Gemeinde-Informationsbroschüre" (eigentlich ein FPÖ-Werbeblatt) dem Ausbau am Rohrspitz. Warum hat ein Bürgermeister, dessen Aufgabe es ist, die Interessen der Bürger zu vertreten, so viel Interesse daran, das Projekt eines Privatunternehmers durchzusetzen?, bzw. warum scheint die gesamte FPÖ so eingeschossen auf dieses Projekt? Gewerbesteuern? Warum steht das dann nicht in der bunten Broschüre mit falscher Illustration? (Der Neubaukomplex ist nämlich gar nicht eingezeichnet). Und warum stellt er sich dazu nicht der vom ORF geplanten öffentlichen Podiumsdiskussion? Sowohl der Bauherr Salzmann als auch der Fußacher Bürgermeister sagten ab. Was anderes als Angst, die Pro-Stimmen in der öffentlichen Debatte nicht halten zu können, könnte der Grund für die anhaltende Gesprächsverweigerung sein? Stattdessen werden Kritiker auf dem Schriftwege als uninformierte Lügner diffamiert. Und wo bleibt die Darstellung des überwiegenden öffentlichen Interesses? Oder wollen Sie nun, nachdem die Ufersanierung vom Tisch ist, allen Ernstes behaupten, der Tiefgaragenbau bedeute eine Befestigung des Polderdammes und damit mehr Hochwassersicherheit? Und wo bleibt die Bezugnahme auf das umliegende Naturschutzgebiet und die Verhältnismäßigkeit? Und können Sie uns garantieren, Herr Bürgermeister, daß der Bauverkehr letztlich nicht doch über die Fußacher Strecke durchs Ried abgewickelt würde?, was mehr Strecke durchs Naturschutzgebiet wäre und durch den Fußacher Ortskern führen würde.

VN Leserbrief von Elke Wörndle

 



VN.jpg 02.06.2010 Was soll das denn wieder?

Leser wie Helmut Kohler sehen unberührte Natur in Gefahr, wenn der Tourismus freie Hand hat.
Wird jetzt die alte Bahntrasse von Doren nach Egg auch noch niedergemacht? Was haben Allgäuer bei uns Fahrradwege zu planen? Was sind das für Touristiker?
Die Bahntrasse ist, wie sie jetzt ist, ein wunderschöner Naturweg für Familien, Wanderer aller Altersgruppen, Fahrradfahrer, Fischers Hubs, Jogger usw. Für was braucht man da einen asphaltierten Weg? Wo man hinschaut wird Naturschutz mit den Füßen getreten. Mit Mellau-Damüls wurde begonnen und schon geht es weiter "a Lifterl hier, a Lifterl da, macht doch nichts, ist eh schon einer da". Die ÖBB gräbt dem Naturjuwel Lech (Fluss) das Wasser ab und enteignet rasch ein paar Bauern. An den Rohrspitz schnell ein kleines Hotel, in den Alpen wieder mal ein Golfplätzchen. Und jetzt machen wir noch schnell die alte Bahntrasse nieder - wenn wir eh schon dran sind. Vorarlberger, wehrt euch endlich.
Entscheidungen, die alle Vorarlberger betreffen, dürfen nicht mehr von einer Handvoll Kommunalpolitiker getroffen werden.

VN Leserbrief von Helmut Kohler

 



VN.jpg 29.05.2010 Rohrspitz

Die Pro-Abstimmung der Gemeindevertretung von Fußach für die so gar "nicht im öffentlichen Interesse" liegende Umwidmung war insofern überraschend, als kein FPÖ-Gemeindevertreter mit seiner eigenen Argumentation dem Bürgermeister zu Hilfe kam. Das war purer Klubzwang. Eine Anhörung der Argumente der Plattform "Unser Rohrspitz" wurde weder vom Bürgermeister noch von einem einzigen FPÖ-Gemeindevertreter trotz mehrfacher Versuche seitens Herrn Lerbscher zugelassen. Dies zeigt deutlich, wie sehr man Gegenargumente vermied und wie groß die Angst war, es könnte einer der Gemeindvertreter "umdenken". Die VN-Stellungnahme unseres Bürgermeisters mit seiner Feststellung "ein Zelt aufstellen sei im Rahmen der Naturschutzverordnung nur auf Campingplätzen möglich" zeigt wohl überdeutlich auf, wie rigoros der Naturschutz bei den "anderen" angewandt werden soll. Das Umwidmungsprojekt mit Gebäudeerhöhungen, mit Ganzjahresbetrieb, mit Polderdammöffnung für eine Bootstiefgarage und mit anfallenden 22.000 m³ Aushubmaterial soll demgegenüber groteskerweise noch zu einer Verbesserung im Naturschuztgebiet führen. Wer kann diese eklatante Ungleichbehandlung durch Gemeinde und Naturschutzbehörde noch verstehen? Einzig unser Landesrat Schwärzler scheint hier noch das richtige Gespür zu haben. Die alte Stammtischweisheit, dass sich's Politiker und Betuchte immer so richten, wie sie es wollen, würde bei Genehmigung wohl Auftrieb erhalten. Doch ich hoffe sehr, dass es nicht so weit kommt.

VN Leserbrief von Egon Troy

 



VN.jpg 22.05.2010 Respektiere deine Grenzen

Zum Thema "Rohrspitz-Verbauung" können sich wieder mal ein paar privilegierte Politiker durchsetzen, zum Wohle "privilegierter" einzelner Interessenten.
Vom kleinen Bürger erwartet man immer und überall, dass er seine Grenzen der Natur und Umwelt gegenüber respektiert, was auch selbstverständlich sein sollte und ist - jedenfalls für mich und viele andere auch, die gegen die Rohrspitz-Verbauung protestiert und unterschrieben haben.
Gesetze sind nur noch gültig für den kleinen normalen Bürger, der bei der geringsten Übertretung zur Rechenschaft gezogen wird.
Konsequenzen für eine immer größer werdende, wirtschaftstreibende Abzocke gibt es nur noch sehr wenige. Anscheinend haben die Menschen immer noch nichts gelernt aus der Vergangenheit.
Hinter mir die Sintflut - ist deren Devise! Aber wie es ist und immer war, auch die Natur wird wieder ihre Grenzen und die der Menschen einfordern. Gott sei Dank!

VN Leserbrief von Ilse Angelika Vogt

 



VN.jpg 21.05.2010 Gesetze sind bindend...

...spricht der Herr LAbg. Bgm. Blum von Fußach. (VN 7. 5. 010) Grundsätzlich kann man dieser Aussage zustimmen. Wenn man sich aber die Mühe macht, genauer hinzuschauen auf welchen Wegen bestimmte Gesetze zur Anwendung kommen, so ist diese Aussage sehr zwiespältig. Wenn es gesetzeskonform ist, dass Bagger und anderes schweres Gerät monatelang im Naturschutzgebiet herumwühlen,
wenn 25.000 m³ Aushubmaterial im Schutzgebiet herumgekarrt werden, wenn die Ausschreibung zu diesem Projekt so gemacht wird, dass Bürgern ihr demokratisches Recht beschnitten wird, um nur ein paar Punkte zu nennen, so erscheinen Zweifel am Rechtsverständnis der Betreiber dieses Projektes nicht nur angebracht, sondern geboten! Werden hier nicht Gesetze umgangen ausgehebelt oder gar gebrochen? Wie schwach es um die Argumente des Fußacher Bürgermeisters steht, zeigt seine Weigerung, sich mit Vertretern der Plattform einem Gespräch zu stellen. Eine Partei, die mehr direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung fordert und bei der ersten Gelegenheit die Unterschriften von viertausend BürgerInnen, die sich für das Europaschutzgebiet einsetzen, ignoriert, ist unglaubwürdig!

VN Leserbrief von Franz Ströhle

 



VN.jpg 20.05.2010 Salzmannhafen

Die Naturfreunde Vorarlberg sprechen sich gegen den Ausbau des Salzmannhafens aus. Die geplanten Eingriffe und deren Auswirkungen sind für dieses hochsensible Öko-System am Rohrspitz eine Bedrohung. Das Natura-2000-Gebiet und Ramsar Schutzgebiet darf nicht für Interessen einzelner geopfert werden. Im Bereich des Hochwasserschutzes ist die Abstimmung der Gemeindevertretung mit einem "Schildbürgerstreich" zu vergleichen. Wie werden die Bauanträge der Bürger und Bürgerinnen von Fußach in Zukunft aussehen? Wird man ihnen nur noch Pfahlbauten genehmigen und damit die Kosten für den Katastrophenfonds - drohende Hochwassergefahr durch den umgebauten Salzmannhafen - in Grenzen halten? Aber zuerst werden sich die Fußacher und Fußacherinnen mit dem Verkehr aufgrund des Umbaus herumplagen dürfen. Auch die Kinder derer, die für den Umbau gestimmt haben, werden mit diesem Entschluss leben müssen, wenn nicht doch das Recht siegt.

VN Leserbrief von Doris Märk, Naturfreunde Vorarlberg

 



VN.jpg 13.05.2010 Flächenwidmung Rohrspitz

Zum Leserbrief von Hr. Rainer Mathei vom 6. Mai:
Der 4. Mai 2010 wird in den Köpfen einiger als Tag des vermeintlichen Erfolges in Erinnerung sein, genauso wie bei anderen als Tag der vermeintlichen Niederlage. Verantwortlich dafür ist ein Teil der Fußacher Gemeindevertretung, nämlich jener Teil, welcher (Zitat: Hr. Mathei) in uncouragierter Weise und falsch verstandener Obrigkeitshörigkeit gegen den Bürger entschieden und den Dialog abgebrochen (Zitat Ende) hat. Jener Teil nämlich, der in stoischer Ruhe dasitzend, manchmal mit Häme auf Wortmeldungen des Gegenübers reagierend, jedem Blick ausweichend, dann bei der Abstimmung wieder sehr entschlossen wirkend, die Umwidmung zur Realität machte.
Wir, die Mitglieder der Fraktion "Für Fußach" legen größten Wert auf die Feststellung, dass wir eben nicht in "uncouragierter Weise und falsch verstandener Obrigkeitshörigkeit gegen den Bürger" entschieden haben. Wir werden weiterhin behilflich sein, wenn es darum geht, ein Projekt mit den vorgesehenen Ausmaßen nicht Realität werden zu lassen. Genauso aber stehen wir dafür, dass ein Neubau innerhalb der bestehenden Kubaturen (+/- 10%) sehr wohl zu unterstützen ist.

VN Leserbrief von Thomas Kaltenbrunner

 



VN.jpg 11.05.2010 Zur Verantwortung eines Gemeindevertreters am Beispiel der Salzmann Yachting GmbH

Die Gemeindevertreter von Fußach stimmten am 4. Mai über die Umwidmung von Flächen der Salzmann Yachting GmbH in FS Marina ab.
FS Marina ist neu, sehr neu: Die Bezeichnung musste für ein umfangreiches Bauvorhaben geschaffen werden. Bei diesem überlagern sich die Bootsgarage, das Hotelgebäude, die zweistöckige Tiefgarage und der Camping- und Freizeitbereich. Bisher existierte keine Flächenwidmung, die alle diese Widmungen gleichzeitig beinhaltet. Deshalb wurde der Sammelbegriff FS Marina erfunden. Bis heute ist nicht definiert, was FS Marina beinhaltet, welche Nutzungen diese Widmung erlaubt und vor allem, welche sie nicht erlaubt. Nun hatten die Gemeindevertreter die Aufgabe, über die nicht definitierte Flächenumwidmung abzustimmen, verbunden mit der Weisung, das spätere Bauprojekt nicht in ihre Entscheidung einfließen zu lassen. Dadurch wird den Gemeindevertretern suggeriert, lediglich für die Umwidmung Verantwortung zu tragen. Eine derartige Blanko-Umwidmung ist der Schlüssel für spätere massive Eingriffe in ein sensibles Naturschutz- und Natura 2000 Gebiet. Hierfür sollten wir uns dann aber nicht mehr verantwortlich fühlen, da dies ja nicht mehr in unsere Kompetenz fällt. Ich aber plädiere hier für einen umfassenderen Begriff von Verantwortung, der sich nicht an politischen Zuständigkeitsgrenzen orientiert, sondern die Folgen einer Entscheidung über den eigenen Handlungsspielraum hinaus sehr wohl mit einbezieht. Ich habe gegen die Umwidmung gestimmt und damit meine Verantwortung ernst genommen.

VN Leserbrief von Angelika Felder

 



VN.jpg 10.05.2010 Herr Lerbscher

Zum Bericht am 6. Mai: "Wir campen auch vor den Baggern":Bravo, Herr Lerbscher, Sie sind in der Sache nicht allein und werden nicht im Stich gelassen. Es ist Zeit, der überheblichen und präpotenten Macht der Geld-Obrigkeit an den Kragen zu gehen, das griechische "Fußvolk" macht es der Welt vor.

VN Leserbrief von Mirko Palkovic

 



VN.jpg 06.05.2010 Rohrspitz "Bodenseeufer hat dies dann Gültigkeit. Den vielen konstruktiven Wortmeldungen danach ging es um die Größe dieses Privatprojektes inmitten eines Naturschutzgebiets, den fehlenden Dialog mit der Bevölkerung und deren Allgemeininteresse, die Erhaltung dieses sensiblen Natur- und Erholungsraums. Die folgende Abstimmung brachte ein Mehrheitsurteil gegen die Vertagung im Interesse der Bevölkerung und für das Zauberwort "FS Marina"! Die Gemeindevertretung hat in uncouragierter Weise und falsch verstandener Obrigkeitshörigkeit gegen den Bürger entschieden und den Dialog abgebrochen. Dass das nicht demokratisch ablief, liegt auf der Hand, stehen doch mit privatwirtschaftlichen und politischen Interessen, Politiker des Landes, bis zum Bürgermeister, Architekt und Bauherrn, gestandene Leute dahinter. Da darf man nicht umfallen. So war es halt Feigheit vor dem Bürger.

VN Leserbrief von Rainer Mathei

 



VN.jpg 06.05.2010 Das Schweigen der Lämmer

Am DI 4. Mai stimmte die Fußacher GV über die Umwidmung in FS Marina am Rohrspitz ab, die einem erheblichen Betriebsausbau mitten im Naturschutzgebiet Rheindelta Vorschub leistet. Ferdinand Lerbschers Bitte um eine kurze Stellungnahme im Namen der Plattform "Unser Rohrspitz" (www.unser-rohrspitz.org), die mittlerweile 4000 Unterstützer zählt, wurde grob zurückgewiesen, ebenso wie der Antrag zweier Mitglieder der ÖVP um Vertagung aufgrund von weiterem Informations- und Diskussionsbedarf. In der folgenden Diskussion stellte die Opposition fest, daß die landesweit bis dato noch nie gebrauchte Bezeichnung FS Marina nicht ausreichend definiert worden sei, daß überdies das zugrundeliegende Projekt nicht nur öffentlichem Interesse (Naherholung und Naturschutz) sondern auch dem Fußacher Leitbild (kein weiterer Ausbau von Tourismus) entgegensteht, daß die Dammöffnung ein unwägbares Risiko für das Rheindelta darstellt, und daß außerdem Verfahrensfehler bei der Ausschreibung gemacht und die öffentliche Diskussion gemieden worden war. Die FPÖ-Mandatare hüllten sich in schäfisches Schweigen, der Bürgermeister reagierte mit Herablassung, und obwohl keines der Gegenargumente entkräftet und kein einziges Argument FÜR die Umwidmung und den Ausbau ausgesprochen wurde, stimmte die gesamte FPÖ letztlich stumm und geschlossen für die Umwidmung. Ein Bürgermeister der meint, die Wahrheit gepachtet zu haben, und eine Mehrheit bildende Gefolgschaft stummer Mandatare, die unkritisch die opportunistischen Handlungen ihres Führers legitimieren - das ist nurmehr eine Fratze der Demokratie.

VN Leserbrief von Elke Wörndle

 



05.05.2010 Sehr geehrter Herr Lerbscher,

die Berichte auf der Homepage der Plattform und auf Vorarlberg online habe ich gelesen und bin entsetzt. Wie Sie schreiben "Für uns beginnt jetzt also Phase 2" so soll es wohl sein:
DAS ist ein Angriff eines oligarchischen Klüngels gegen das Volk mit Unterstützung durch dessen gewählte Vertreter.
Im Hintergrund steht eine fast verächtliche Einstellung gegenüber dem Naturschutz, eine Spätfolge des Neoliberalismus in seiner brutalsten Form. Dem Bürgermeister, den befürwortenden Gemeinderäten und den Projektbetreibern muss jetzt klar gesagt werden, dass sie - durch ihre Entscheidung zur Umwidmung - für die Reaktionen aus der Basisdemokratie selbst und voll die Verantwortung tragen werden. Am 21. November 1964 in Fussach hat das Volk gesiegt, es wird auch dieses Mal nicht untergehen.

Nachricht an die Plattform von Peter Lerchenmüller

 



04.05.2010 Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

am Dienstag 4.Mai 2010 wird der Fussacher Gemeinderat die Umwidmung zu Gunsten des Projektes Salzmann am Rohrspitz behandeln. Ich melde mich in diesem Zusammenhang bei Ihnen als gebürtiger Bregenzer, seit 1962 wohnhaft in der Nähe von Wien, aber noch immer aufmerksamer Vorarlberger, mit starken großväterlichen Wurzeln in Fussach. Meine Besuche in Bregenz - ca. 2-4 Mal jährlich - führen mich zu jeder Jahreszeit auf den Rohrspitz. Die ersten Erinnerungen reichen zurück bis in die 1950er Jahre. Den alten Herrn Salzmann mit dem für uns Buben interessanten Radio-Detektor und Kopfhörer in seiner kleinen Holzhütte, wo es Landjäger, Semmel und Limonade gab, sehe ich noch heute vor mir. 1992 feierten wir daher im Restaurant Salzmann ausgiebig meinen 50er. Inzwischen ist der Rohrspitz für mich und meine Freunde, die ich dort hin führe, ein unverzichtbares, vor jeder Gefährdung zu schützendes Stück Natur geworden.
Das aktuelle Projekt habe ich an Ostern vor Ort und im Detail gesehen, und ich musste mich sehr wundern, dass dieses überhaupt bis zu einer baubehördlichen Behandlung vordrang bzw in die Entscheidungsphase gelangte. Hier wurden offensichtlich gleich mehrere relevante Landes- und Gemeinde-Ebenen übersprungen, die bei sorgfältiger Begutachtung das Projekt zweifellos sofort gestoppt und eingestellt hätten. Dass solches gerade in meinem Ländle passieren kann, macht mich unruhig. Verantwortunghsbewußte Lokalpolitiker sollten bei der Beurteilung von Projekten mehr auf die Emotionen der betroffenen Menschen - und das sind alle, die mit der Natur des Rohrspitz verbunden sind - und sich nicht vordergründig leiten lassen von kommerziellen Interessen einer Lobby.
Ich bitte Sie und die Damen und Herren des Fussacher Gemeinderates den Rohrspitz zu schützen und die Umwidmung zu verhindern. Herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,


VN.jpg 03.05.2010 Unser Rohrspiz

Die Gemeindevertretung von Fußach möchte in ihrer Sizung am Dienstag die Umwidmung des "Salzmann-Geländes" im Natura-2000-Gebiet am Rohrspitz in eine "Sonderfläche Marina" beschließen. Ich bin der festen Überzeugung: Niemand in der Gemeindevertretung kann mit gutem Gewissen behaupten, dass durch den neuen Nutzungszweck eine Beeinträchtigung der Natur nachweislich auszuschließen ist! Wenn dem so ist, mus die Gemeindevertretung aber laut Gesetz nachweisen, dass es keine Projekt- und Standortalternative gibt und für die Umwidmung ein überweigendes öffenliches Interesse besteht. Die Gemeinde Höchst schreibt jedenfalls in einer Resolution zu den Ausbauplänen am Rohrspitz an die Landesregierung: "Weitere Eingriffe in die natur oder die Ausweitung der Nutzung widersprechen den ureigensten Interessen der Höchster Bevölkerung". Ich bitte die Gemeindevertreter(innen) von Fußach, dieses "öffentliche Interesse" klar zu formulieren oder aber von einer Umwidmung Abstand zu nehmen. Ansonsten begehen sie eindeutig einen Bruch der Gesetze, auf die sie erst in der letzten Sitzung das Gelöbnis abgelegt haben.

VN Leserbrief von Helga Pfeiffer

 



VN.jpg 03.05.2010 Demokratie in Fußach

Seit Wochen bemühen sich die Sprecher(innen) der "Plattform Unser Rohrspitz" um Gespräche mit den Verantwortlichen der Fußacher FPÖ. Bisher jedoch ohne jeglichen Erfolg. Ganz im Gegenteil: Die Gemeindevertretung will am 4. Mai - ohne auch nur einmal unseren Standpunkt angehört zu haben - die Umwidmung von Flächen der Rohrspitz Salzmann GmbH in "FS Marina" beschließen. Wir fragen uns, wie viel Glaubwürdigkeit die Initiative der FPÖ im Landtag hat, mehr Bürgerbeteiligung und leichteren Zugang zur demokratischen Mitwirkung gesetzlich zu verankern, wenn in einer der wenigen von einer FPÖ-Mehrheit regierten Gemeinden Gespräche mit den Vertretern von bereits über 3800 besorgten Bürgerinnen und Bürgern (www.unser-rohrspitz.org) verweigert werden. Wir fordern die mit ihrem freien Mandat verantwortlichen Gemeindevertreter(innen) auf, keine Entscheidungen an der Bürgerinitiative vorbei zu treffen und unverzüglich in Gespräche einzutreten, keine Befürwortung der Umwidmung, bevor nicht ein intensiver Diskussionsprozess mit der Bevölkerung und der "Plattform Unser Rohrspitz" stattgefunden hat, und keine Zustimmung, bevor nicht das Verkehrsproblem gelöst ist.

VN Leserbrief von Dr. Verena Felder

 



17.04.2010 In the spring of 2008

...I brought my music and bandmates on a tour through Europe. We played shows everynight and drove everyday. Half way through the tour, we had the pleasure of playing 2 shows in Hoechst, Austria. Some friends took us on an amazing bike ride through the countryside and to the lake. We walked all around this lake learning about the local plant life and animals that lived there. It is such a Beautiful and Peaceful place. It felt like a place where nature and humans were in perfect balance. Neither one hindering the other. We all stood on a dock and watched a swan calmly and gracefully make its way toward us. We all held our breath as to not disturb that perfect moment in time. As the day was ending, we sadly had to leave that perfectly preserved nature retreat, and head back to town for our concert. We were all rejuvenated and full of life and ready for an amazing night of music. Only Places like the Nature Reserve in Hoechst can fill you back up with life that modern technology, industrialization, suburban sprawl, and capitalism tries to take away everyday. I hope this Nature Reserve remains untouched so that all of my friends in Hoechst can continue to enjoy it’s Beauty. I hope to return and do the same. Warmest thoughts and Fondest Memories

Nachricht an die Plattform von Amanda Rogers

 



08.04.2010 Heute wäre die Errichtung der bestehenden ...

...Anlage in einem erklärten Naturschutzgebiet nicht mehr durchsetzbar. Das Rad der Zeit zurückdrehen können wir auch nicht mehr. Nur protestieren, ohne eine Lösung anzubieten, ist auch nicht der richtige Weg.
Mein Vorschlag wäre:
Keine Bauerweitungen sondern lediglich Erhaltungsmaßnahmen.
Rigorose Fahrbeschränkungen (Dauer-Wohnwagen dürfen nur einmal hingeführt und wieder abtransportiert werden) Shutledienst für den Personenverkehr. Sondergenehmigungen für Transport sperriger Waren,Sondergenehmigung für Gastronomiebelieferung.Generelle Genehmigung für Rettungsfahrzeuge. Tagescamping (Wohnwagen) wird verboten. Wenn die Autos weg sind, braucht es keine größeren Parkplätze und keine Tiefgarage. Eine Tiefgarage für Boote würde ich ohnedies ablehnen. Spinnereien oder Phantastereien ???Ich habe in der Kindheit viele Jahre bei meiner Gota in Fußach verbracht und bin mit meinem Bruder wohl hunderte male mit dem Doppelruderboot von Fußach zum Rohrspitz oder zum Hörnle gefahren. Damals haben wir uns noch selbst verpflegt, uns auf einer Decke und im Sand geräkelt. Es war einmal und es war schön (Pluhar???)

Nachricht an die Plattform von Walter Schwärzler

 



26.03.2010 Als Höchster und Naturfreund...

...danke ich euch für euren Einsatz um unseren Rohrspitz und wünsche euch und uns allen viel Erfolg. Es ist wirklich höchste Zeit, daß Bürger und Wähler sich gegen eine so verantwortungslose Politik zur Wehr setzen.

Ich denke, daß der bisherige Umfang des Hafens, Restaurants und Campingplatz inkl. der div. Eventaktivitäten schon die Grenze des Erträglichen für ein Naturschutzgebiet überschreitet. Für mich stellt sich schon seit Jahren die Frage warum es Herrn Salzmann erlaubt ist einen Campingplatz, mit über das ganze Jahr stehenden und teils schon fest platzierten Wohnwägen, zu betreiben. Dies kommt schon einer stillschweigenden Duldung einer Ferienhaussiedlung gleich nur stilistischer grausiger. Hier wird nach meiner Meinung ein Wochenendhausbauverbot umgangen. Ich möchte hiermit auch klar zum Ausdruck bringen, daß nicht etwa Neid auf die Geschäfte des Herrn Salzmann mich zu diesem Schreiben bewegen, sondern die echte Sorge um dieses herrliche Naturjuwel und die Ruhe die ich dort suche. Ich schätze es allerdings auch nach einem Spaziergang oder einer Fahrradfahrt, in einem netten kleinen Lokal einzukehren, tue dies aber vorzugsweise im "Glashaus", welches meiner Meinung nach in der alten Bestandsgröße nett renoviert wurde, sich in die Landschaft gelungen einfügt und auch ein gewisses Flair hat. Unseren Landes- und Gemeindepolitikern empfehle ich nochmals in sich zu gehen und nachzudenken und nicht zu vergessen: Die Macht geht vom Volk aus und wird euch auch von diesem verliehen und geliehen.

Nachricht an die Plattform von Alexander Sapletan

 



VN.jpg 26.03.2010 Intakte Natur,...

...die flächemäßig von Bedeutung ist, vor allem im Tal, ist eine Rarität im dicht besiedelten Vorarlberg. Im Rheindelta gibt es noch bedeutende Naturflächen, die vor allem für den Vogelschutz große Bedeutung haben. Der Druck auf diese Gebiete ist enorm und vielfach, etwa durch die Absenkung des Grundwasserspiegels, den Auto-, Flug- und Motorbootsverkehr, die Landwirtschaft- und Freizeitnutzung. Um diesem Druck etwas entgegenzusetzen, ist das Natura 2000 Schutzgebiet geschaffen worden. Paradoxerweise soll nun genau dort ein Bauprojekt durchgezogen werden, das in totalem Gegensatz zu diesem Schutzgedanken steht. Die gleichen Behörden, die für den Schutz der Natur zuständig wären, sind wieder einmal dabei, diesen Schutz den privaten Interessen eines Einzelnen zu opfern. Aus diesem aktuellen Grund ist die überparteiliche Plattform: www.unser-rohrspitz.org von Naturschutzinstitutionen und Privatpersonen gegründet worden. All jenen, denen die letzten erhaltenen Naturräume ein Anliegen sind - im aktuellen Fall der Rohrspitz - sind eingeladen, sich über diese Internetseite zu informieren und den geforderten Schutz mit ihrer Stimme zu unterstützen!

VN Leserbrief von Florian Gerer

 



VN.jpg 23.03.2010 Wie die letzten Jahre zeigten,...

...hat der Natur- und Umweltschutz im Ländle kaum mehr einen Stellenwert. Aufweichung der Landesgrünzone (Fußach, Nenzing), Erweiterung der Golfplätze, ein neuer Golfplatz im Weitried in Rankweil, Zusammenschluss der Skigebiete Mellau-Damüls, Hotel (unansehnlicher Blickfang) und Kaiserstrand in Lochau, mit Kahlschlag der alten Bäume,
ein Hotel mit Tiefgaragen für Autos und Botte im Naturschutzgebiet Rohrspitz. "Zukunftsmuisk": Umwidmung der Landesgrünzone in Hohenems in Industriegebiet, Zusammenschluss des Skigebietes Lech-Warth durch die Auenfelder, "Variante A" (frühere Egger-Variante), Autobahnverbindung in die Schweiz am Rande des Lauteracher Rieds. Wenn nicht einmal die Naturschutzgebiete und Landesgrünzonen mehr tabu, sind, dann hat die Umweltpolitik meines Erachtens versagt. Wofür brauchen wir eine Naturschutzanwältin, wenn ihre Stimme nicht zählt, wofür einen Naturschutzrat und einen Umweltlandesrat, der die Stimme nicht erhebt und sich gar für die Zusammenschließung von Skigebieten einsetzt. Liebe Politiker, setzt den Slogan "Respektiere deine Grenzen"bei den Bewilligungen um und haltet inne mit der Zerstörung unseres natürlichen Lebensraumes und unserer Naherholungsgebiete!

VN Leserbrief von Herlinde Fink

 



20.03.2010 Ich finde es sehr gut,...

...dass ihr euch mit eurer sehr guten Arbeit die ihr bisher geleistet habt im Internet bekannt macht. Auch mir persönlich ist die Beibehaltung dieses Naturjuwels Rheindelta ein sehr großes Anliegen.
Ist doch dieses Gebiet leider, traurigerweise, die einzige Landschaft in Vorarlberg die bisher noch ein bisschen
"unberührt" wirklich natürlich sein darf. Denn unsere traumhaften Berge sind ja schon lange dem lauten Tourismus geopfert. z.B. Überall dröhnt während des ganzen Winters überlaute Musik.
Ich bin wirklich kein Gegener von Tourismus etc., aber eigentlich sind die meisten Gäste in unserem Land um die Landschaft, die Natur und die Stille der Berge zu bewundern. Auch wir Einheimische brauchen solche Juwele.
Diese Stille die brauchen in erster Linie wir Menschen, aber natürlich auch die Tiere.
Auch ich glaube, dass hier der Spruch "RespekTiere deine Grenzen" sehr sinnvoll ankommt. Auch ich habe sofort an dieses Leitthema gedacht, als ich das erste Mal in der VN über den geplanten Ausbau gelesen habe.
Jedenfalls danke für eure schnelle Reaktion in dieser Angelegenheit und für eure Zeit die ihr "einfach so" für die gesamte Bevölkerung, für die Erhaltung dieses Juwels "opfert".
Alles Gute

Nachricht an die Plattform von Berghild Jochum

 



16.03.2010 Aus vollstem Herzen...

...bin ich FÜR die Erhaltung des Rohrspitzes als unser Naturjuwel - ohne großartige Projekte. Danke für euren Einsatz!

Nachricht an die Plattform von Luitgard Blum

 



VN.jpg 15.03.2010 Rohrspitz-Groteske

Die von Herrn Troy in seinem Leserbrief (VN vom 27. Februar) gemachten Aussagen zum Projekt Rohrspitz kann ich voll unterschreiben. Auch die mehrheitliche Resolution der Höchster Gemeindevertretung gegen dieser Projekt bringt die Besorgnis über die zu erwartenden negativen Veränderungen zum Ausdruck.
Es drängt sich hier die Frage auf, was Politiker dazu bewegt, in einem Naturschutzgebiet gegen alle Vernunft ein Projekt zu befürworten und durch ein Verfahren absegnen zu lassen, das in krassem Gegensatz zum Schutz dieses Gebietes steht?
Bootsplätze am Bodensee sind rar und daher sehr begehrt. Wetten, dass ich nicht erfahren darf, (natürlich begründet durch den Datenschutz), wer wann seine Jacht glücklich in den Hafen bringen konnte, oder noch in die geplante unterirdische "Grotte" legen darf?
Herr Landesrat Schwärzler, nicht einmal Sie sind gewillt oder imstande die Naturschutzgebiete zu schützen!
Wenn es gilt abzuwägen zwischen Nutzungs- und Naturschutzinteressen, sind die wirtschaftlichen Interessen für Sie immer gewichtiger. Dafür gibt es zahllose Beispiele Ihrer Politik. Solange "Respektiere deine Grenzen" nur für das Fußvolk Geltung haben soll, sind Sie unglaubwürdig und schaden der Natur, für deren Schutz Sie verantwortlich wären und Ihr Gehalt beziehen! Vielleicht sollten Sie über Ihr Amtsverständnis nachdenken.

VN Leserbrief von Helga Pfeiffer

 



13.03.2010 In der Seestrasse in Höchst aufgewachsen,...

...bin ich selbstverständlich gegen einen weiteren Ausbau des Hafens etc. Seit 2003 ist das Rheindelta ein Natura-2000 Gebiet (siehe www.rheindelta.com) im Rahmen des Natur- und Vogelschutzes. Ich frage mich, wieso diese Diskussion um eine Erweiterung des Hafens überhaupt geführt wird. So weit ich informiert bin, hat sich Österreich an diese EU-Richtlinien zu halten.

Nachricht an die Plattform von Andrea Oehry

 



VN.jpg 05.03.2010 Geldpolitik - Rohrspitz Salzmann

Wie man hier sehen kann, kann mit Geld und guten Beziehungen jedes Gesetz umgehen. Man muss das Ganze nur gut verpacken, richtig präsentieren, und die richtigen Leute überzeugen,
dass das Geld wichtiger ist als die Natur. Wenn man sieht, was in der Vergangenheit im Naturschutzgebiet
am Rohrspitz schon alles gegen den Naturschutz bewilligt wurde: Hafenplätze für Yachten ausgebaut, Anzahl der Campingplätze mehr als verdoppelt, Gasthaus vergrößert, Anlegestelle für Partyschiff, Badestrand ausgebaut (billig Aushub entsorgt). Und nun wiederholt sich das Spiel: Ausbau, Vergrößerung und den Aushub billig entsorgen, um noch mehr Badeliegeplätze zu bekommen. Der Hubschrauberlandeplatz ist sicher auch schon in der Warteschleife. Erste Versuche wurden ja schon unternommen, und vor Jahren Stimmen für den Rettungshubschrauberlandeplatz gesammelt.

VN Leserbrief von Elmar Schneider

 



VN.jpg 27.02.2010 Rohrspitz-Projekt

Ich hätte nie geglaubt, dass dieses Projekt von der BH Bregenz genehmigt wird, nachdem die Gemeinde Höchst "mit schwersten Bedenken" diesen für ein Naturschutzgebiet doch überdimensionierten
Ausbau mehrheitlich abgelehnt hat. Vermutlich haben die bevorstehenden Gemeinderatswahlen
und der in solchen Angelegenheiten stets notwendige Druck engagierter Menschen (es war ja auch
"Höchste Zeit") zu dieser lobenswerten Höchster Ablehnung beigetragen. In Fußach war eine mehrheitliche Ablehnung nicht erreichbar. Leider wurde die Genehmigung mit eher kosmetischen Auflagen unverständlicherweise nun erteilt. Wenn beispielsweise das riesige Aushubmaterial für "Ufersanierungen" verwendet werden soll, sehe ich dies eher als gefährliche Drohung, da ich die Ufergestaltung vor Jahren mit dem Aushubmaterial als sehr negativ in Erinnerung habe. Aus Fußacher Sicht rächt sich nun offensichtlich, dass man kürzlich völlig unnotwendigerweise eine "Staubfreimachung" der ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Polderdammstraße durchführte. Dadurch wurde die aus Höchster Sicht völlige verständliche Forderung überhaupt möglich, den durch diesen Ausbau entstehenden Mehrverkehr (allein 4000 Aushub-Lkw-Fahrten) über diese Fußacher Straße zu führen. Bewusster Naturschutz erfordert eben stets sehr langfristiges Denken. Schließlich bedeutet diese Genehmigung eine eklatante Ungleichbehandlung vieler kleiner Privatgrundbesitzer im Naturschutzgebiet, die auf eingenem Grun nicht einmal ein Bänklein aufstellen dürfen, während der Projektbetreiber ausgehend vom ehemals kleinen Kiosk bis hin zu einer "Freiflächen-Sondergebietsnutzung Marina"
ganz offensichtlich alle Erweiterungswünsche genehmigt bekommt.

VN Leserbrief von Egon Troy

 



VN.jpg 25.02.2010 Beobachtungen am Rohrspitz

Zum Kommentar vom 23. Februar
Der Montagmorgen hatte für alle Besucher am Rohrspitz ein sehr vielseitiges Beobachtungsspektrum zu bieten: Mensch und Tier genossen die Ruhe und Weite dieser noch weitgehend intakten Naturlandschaft entlang des Bodenseeufers.
Höchster Bürger(innen) machten mit ihrer Anwesenheit bei der Verhandlung der Hotelanlage am Rohrspitz deutlich, dass bereits die bisherige Nutzung das verträgliche Maß überschreitet und jeder weitere Ausbau einen verantwortungslosen und unumkehrbaren Eingriff darstellt. Während sich Bürgermeister, Sachverständige und sonstige Beteiligte versammelten, wurden wir Bürger(innen) von mehreren "FL" und "CH"-Limousinen zur Seite gedrängt. Vielleicht gibt uns das einen Hinweis auf die von Redakteur Matt gestellte Frage, wie sich dieses Millionenprojekt rechnen solle. Nach dem gescheiterten Marinaprojekt in Rohrschach eröffnet sich hier, mitten im Naturschutzgebiet Rheindelta, die einmalige Chance, sich langfristig einen exklusiven Ruhesitz mit Seeblick und Yachtgarage zu sichern. Die positiven Sachverständigengutachten verheißen nichts Gutes für das Rheindelta. Aber die Gemeindevertretungen von Höchst und Fußach haben im Zuge der Flächenumwidmung die Möglichkeit zu zeigen, dass ein kostbares Naherholungsgebiet und die langfristige Erhaltung dieses Naturjuwels am See von höchstem öffentlichen Interesse sind. Niemand hat das Recht, sich auf Kosten der Allgemeinheit als "Alleinerbe" des Schutzgebietes am Rohrspitz einzusetzen. Mir persönlich erschiene das Thema geeignet, die Bevölkerung direkt über die Nutzung der Uferflächen abstimmen zu lassen.

VN Leserbrief von Harald Albrecht

 



VN.jpg 25.02.2010 In Sachen Rohrspitz

Lt. VN Artikel vom 18.2. ("Manche sind gleicher"), spricht der freiheitliche LAbg. Egger in der Causa Rohrspitz von einer "Win-Win Situation für die Natur". Was mich daran wundert: Seit wann interessieren sich die Vorarlberger Rechtskonservativen für Naturschutz? Wäre es nicht ehrlicher, Herr Egger, Herr Blum, Herr Schneider, sich vor Herrn Salzmann als Privatunternehmer zu stellen und zu sagen: Es ist sein RECHT, Profit zu machen! Damit, meine Herren, und das wissen Sie, sprächen Sie im Namen Ihrer Wähler. Damit müßten Sie sich aber auch, stellvertretend für ihre Wähler, der resultierenden Kontroverse stellen: Denn dieses Recht steht NATÜRLICH im Konflikt mit Naturschutz und Anwohner-Interessen.
Und damit stellt sich die eigentliche und zentrale Frage in diesem Zusammenhang: Was ist uns mehr wert, der kurzfristige Profit Einzelner, oder die nachhaltige Gestaltung des Lebensraumes aller, persönliche Freiheit oder Solidarität, Tourismus oder Naturschutz?

VN Leserbrief von Elke Wörndle

 



VN.jpg 24.02.2010 Respektiere deine Grenzen

Die Initiative "Wohngemeinschaft Natur" der Vorarlberger Landesregierung bedankt sich auf ihrer Homepage bei allen, auch im Namen der Tiere und Pflanzen, die sich mit ihren Broschüren beschäftigen und sich bei ihren
Freizeitaktivitäten an deren Aussagen erinnern. Allerdings scheint dieselbe Landesregierung Wasser zu predigen
und Wein zu trinken, oder wie darf es sonst interpretiert werden, dass jetzt in sensibelstem Naturschutzgebiet am Rohrspitz ein Hotel mit Tiefgarage genehmigt worden ist, zu dem, natürlich der Natur zuliebe, zuvor ein landwirtschaftlich genutzter Weg zufällig asphaltiert wurde. Dafür werden dann neben einer "Wohngemeinschaft Natur" weitere Pseudonaturschutzprojekte initiiert, wie der Klimapreis oder er Aufbau einer Elektromobilflotte, für die dann allerdings wieder ein Wasserkraftwerk in einem nicht weniger sensiblen Gebiet genehmigt werden "muss". Die Unmassen von bewilligten Schiliften, Wasserbecken und Schneekanonen sind wahrscheinlich auch Teil eines größeren Naturschutzprojekts, dessen wahrer Sinn einem Kleingeist wie mir nur entgangen ist. Nicht entgangen scheint dieser Sinn unseren Grünen, denn sie haben Zeit genug zu wettern oder, wie z.B. in Bregenz, getreu ihrem Vorbild Joschka Fischer, an der Seite der Regierenden für so sinnvolle Aktionen wie eine zweite Fahrradbrücke über die Bregenzerache oder die "Renaturierung" des Bregenzer Hafengebiets zu kämpfen.

VN Leserbrief von Christian Baldauf

 



VN.jpg 18.02.2010 Projekt Rohrspitz

Das Projekt am Rohrspitz liegt im Naturschutzgebiet. Wie kann es dann sein, dass kein Politiker etwas dagegen sagt? Kein Mensch darf im Naturschutzgebiet ein Blümchen ausreißen, aber Herr Salzmann darf ein ganzes Hotel hinstellen! Der Beginn des Hotelbaus wird so gegen März/April sein, genau zu dieser Zeit fangen die Vögel an zu brüten und es wird ihre ganze natürliche Umgebung gestört. Es werden Lkws durch das Naturschutzgebiet fahren, und wie soll man bei solchen Bedingungen den Kindern noch lernen, dass man leise sein muss und das Naturschutzgebiet wunderschön und schützenswert ist? Reiche beeinflussen unsere Politiker. Geld regiert die Welt. Ich bin 16 Jahre alt und ich weiß, wen ich nicht wählen werde.

VN Leserbrief von Caroline Stump